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Roger Martin du Gard
"Für die künstlerische Kraft und Wahrhaftigkeit, mit der er menschliche Konflikte und wesentliche Aspekte des zeitgenössischen Lebens dargestellt hat"
* 23. 3. 1881, Neuilly-sur-Seine (Frankreich)
† 23. 8. 1958, Bellême (Orne, Frankreich)Roger Martin du Gard wurde am 23. März 1881 als Sohn eines Rechtsanwalts in Neuilly-sur-Seine geboren. Seine Kindheit verbrachte er in Paris, wo er zunächst die École Fénelon besuchte. Wegen unbefriedigender schulischer Leistungen schickte sein Vater ihn nach Passy zu Louis Mellerio, Lehrer am Lycée Janson-de-Sailly, der schnell sein literarisches Talent entdeckte und förderte. Er studierte Archäologie an der École de Chartres und wurde nach einen überaus erfolgreichen Studienabschluß im Jahre 1906 Archivar. Noch im selben Jahr veröffentlichte du Gard seinen ersten Roman Devenir. Als Freund André Gides und Bewunderer Romain Rollands stand er in Verbindung mit den Begründern der Nouvelle Revue Française. 1920 zog er sich auf seinen Landgut Bellême, Orne (Nordfrankreich) zurück und führte ein unpolitisches Leben. Hier entstand zwischen 1922 und 1940 sein Hauptwerk, der achtbändige Romanzyklus Les Thibault (Die Thibaults. Die Geschichte einer Familie). Neben dem Nobelpreis für Literatur wurde ihm, ebenfalls 1937, der Literaturpreis der Stadt Paris für sein Gesamtwerk verliehen. Roger Martin du Gard starb am 23. August 1958 in Bellême.
Wichtige Werke
Jean Barois (Jean Barois)
Les Thibault (Zyklus von acht Romanen) (Die Thibaults. Chronik einer Familie)
Epilogue (Epilog)Weblinks